SLA-Druck

SLA-Druck

Stereolithografie (abgeküzt SL oder SLA) ist ein weiteres additives 3D-Druckverfahren. Im Gegensatz zum FDM-Verfahren wird bei diesem Druckverfahren nicht Kunststoff durch eine Düse Schicht um Schicht überereinander aufgetragen, sondern ein Flüssigharz (Resin) in einem Tank durch UV-Licht gehärtet. Durch diesen Unterschied können Drucke im SLA-Verfahren deutlich detailierter sein als mit FDM. Beim SLA-Druck können Schichthöhen von 0,025mm erreicht werden, was nicht nur einen unvergleichbaren Detailgrad erlaubt, sondern auch für extrem glatte Oberflächen sorgt, die kaum erkennbare Werkzeugspuren aufweisen.

Druckverfahren

Im Gegensatz zum FDM Druck, wird beim SLA-Druck von „Oben nach Unten“ gedruckt. Die Trägerplatte, auf der die Druckobjekte ihre Basis haben, wird kopfüber in das flüssige Resin getaucht und der Bereich zwischen Druckbett und durchsichtigem Wannenboden, in dem sich Resin befindet, wird mittels UV-Licht gehärtet. Die Form wird durch ein maskierendes Display vorgegeben. Dieses Verfahren wird auch als MSLA bezeichnet.

Aufbau des MSLA-Druckers

In der Mitte des Druckraums (durch die orangene Abdeckung geschützt vor externem UV-Licht) ist die oben bereits erwähnte Trägerplatte gut zu erkennen. Diese wird in das Resin-Bad im unteren Bereich getaucht.

Diese Aufnahme des Inneren des Druckers zeigt die Trägerplatte und gestattet einen Blick in die Resinschale, in der das Druckobjekt ausgehärtet wird. Auf dem Grund der Schale ist das oben bereits erwähnte Display, das das UV-Licht maskiert.

Druckvorgang

Der Druckvorgang beginnt mit dem Eintauchen der Trägerplatte in das flüssige Resin. Durch das Schwenken des Tanks wird das darin befindliche Resin durchmischt, wodurch eine gleichmäßige Verteilung innerhalb des Behälters gewährleistet wird.

Im Laufe des Druckvorgangs wird die Trägerplatte immer weiter, entsprechend der gewählten Schichthöhe, aus dem Resintank gezogen damit eine weitere Schicht ausgehärtet werden kann.

Sobald das Druckobjekt in seiner Gänze gedruckt wurde wird die Trägerplatte aus dem Resintank gefahren und kann entnommen werden.

Nachbearbeitung

Das Druckobjekt wird mittels IPA von überschüssigem Resin befreit und anschließend getrocknet.

Nach dem Waschen und Trocknen wird das Druckobjekt mittels UV-Licht durchgehärtet und ist so fertig für den Versand.

Die Stützen können leicht mit den Fingern oder einem kleinen Präzisionsseitenschneider (im Bild Knipex Super Knips) entfernt werden. Die Kontaktstellen der Stützstruktur mit dem Werkstück hinterlassen kleine Punkte auf der Oberfläche. Wir versuchen diese soweit wie möglich zu reduzieren und auf die Rückseite des Objektes zu begrenzen. Im SLA-Druckverfahren erstellte Teile lassen sich aber sehr gut nachbearbeiten und können sowohl nass als auch trocken geschliffen werden, um die Oberflächenoptik zu verbessern.

Nach Entfernen der Stützen kann das Objekt nun problemlos individuell bemalt oder mit anderen Teilen verklebt werden.

Resinauswahl

Im Groben können die unterschiedlichen Resine in 3 Hauptgruppen zusammengefasst werden:

Robust

Typische Anwengungsbereiche sind der Druck von Miniaturen, Figuren und Kleinteilen. Das ausgehärtete Resin weist ein Härte-Shore von ca. D90 auf, welcher das Werkstück allerdings auch spröde und anfällig gegen Stöße macht.

Guss

Diese Resinart wird für den Guss von Schmuck oder anderen Objekten genutzt, weil es ohne Ascherückstände ausgebrannt werden kann.

Flexibel

Flexible Harze bieten im Gegensatz zu den robusten Harzen eine gewisse Flexibilität, die sie ideal für z.B. den Modellbau oder für das Anfertigen von Ersatzteilen macht.